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Der maitron® Kalkschutz-Ratgeber

Kalk im Wasser verstehen. Die passende Lösung fundiert wählen.

Wasserhärte, Kalkfilter, Enthärtungsanlage oder Kalkwandler: Hier finden Sie die wichtigsten Unterschiede, verständlich erklärt und mit Fachquellen eingeordnet.

Was bedeutet hartes Wasser?

Wasserhärte beschreibt vor allem Calcium und Magnesium.

Je mehr Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser gelöst sind, desto härter ist es. Das ist zunächst keine Verunreinigung. Österreichisches Trinkwasser stammt laut AGES überwiegend aus gut geschützten Grundwasservorkommen und gelangt meist in natürlichem Zustand zu den Haushalten.

Gesamthärte

Summe der Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser.

Carbonathärte

Der Anteil, der beim Erhitzen als Calciumcarbonat beziehungsweise Wasserstein ausfallen kann.

Einheit °dH

1 Grad deutscher Härte entspricht laut AGES 17,9 mg Calciumcarbonat je Liter.

Warum Kalk an heißen Stellen besonders sichtbar wird

Wird Wasser erwärmt oder verdunstet, kann gelöstes Calciumcarbonat ausfallen. Darum zeigen sich Ablagerungen häufig an Heizstäben, Boilern, Kaffeemaschinen, Duschwänden, Perlatoren und Armaturen. Ein Kalkschutzsystem soll diese Steinbildung verringern; es ersetzt weder Trinkwasserhygiene noch einen Filter für unerwünschte Stoffe.

Nahaufnahme einer Koralle als Vorbild für biomineralische Kristallbildung
Von Korallen und Muscheln inspiriert

Mineralien werden gebunden – nicht aus dem Wasser entfernt.

Korallen und Muscheln bilden feste Strukturen aus Calciumcarbonat. Die maitron® Produktbeschreibung greift dieses Prinzip als anschauliches Naturvorbild auf: Wasser strömt durch einen Behälter mit speziell beschichtetem Keramikgranulat. An dessen Oberfläche bilden sich kleine Impfkristalle. Sie wachsen, lösen sich vom Granulat und werden mit dem Wasser weitergetragen.

Der DVGW beschreibt das allgemeine Wirkprinzip von Kalkschutzgeräten ähnlich: Mikroskopisch kleine Impfkristalle bieten eine große Oberfläche, an der sich Härtebildner bevorzugt anlagern. Dadurch kann die Steinbildung an wasserberührten Flächen verringert werden, ohne die gelösten Härtebildner zu reduzieren.

Der entscheidende Unterschied:Das Wasser wird nicht weich und die Mineralstoffkonzentration wird nicht reduziert. Verändert werden soll, wo und in welcher Form Calciumcarbonat auskristallisiert.
Kalkfilter, Enthärtung oder Kalkwandler

Drei Begriffe, drei unterschiedliche Aufgaben.

Partikelfilter

Schützt vor Schwebstoffen

Ein mechanischer Feinfilter hält beispielsweise Sand- oder Rostpartikel zurück. Er entfernt keine gelöste Wasserhärte und ist bei der maitron® Montage als vorgeschalteter Schutz des Geräts vorgesehen.

Geeignet, wenn:

Partikel aus der Installation ferngehalten werden sollen.

Ionenaustauscher

Reduziert die Wasserhärte

Calcium- und Magnesiumionen werden gegen andere Ionen ausgetauscht. Das System benötigt Regeneration, typischerweise mit Salz, sowie eine passende Einstellung und Wartung.

Geeignet, wenn:

eine messbar niedrigere Wasserhärte das konkrete Ziel ist.

Nicht nach Gefühl dimensionieren

Der Spitzendurchfluss entscheidet mit.

Ein Kalkwandler muss zur tatsächlich benötigten Wassermenge passen. Zu klein ausgelegt, kann die Kontaktzeit beziehungsweise Leistung bei Spitzenlast nicht passen; unnötig groß ausgelegt verursacht das System vermeidbare Kosten und Platzbedarf.

Typ*DurchflussOrientierung WohneinheitenHöhe
501,8 m³/h1625 mm
752,5 m³/h1–2625 mm
1003,6 m³/h3–4625 mm
1155,5 m³/h5–8725 mm
1256,9 m³/h9–12725 mm
1409,4 m³/h13–181.025 mm

* Werte aus den bestehenden maitron® Unterlagen. Modellprogramm, Anschlüsse und technische Freigaben müssen bei jedem Angebot aktuell bestätigt werden.

Typischer Einbaupunkt

Nach den bestehenden Produktunterlagen erfolgt der Einbau nach Wasserzähler, Druckminderer und Feinfilter in der Hauptzuleitung. Eine geeignete Rückflussverhinderung und eine fachgerechte, flexible Verbindung gehören zur Planung. Trinkwasserinstallationen dürfen nur von qualifizierten Fachbetrieben verändert werden.

Vorher klärenWasserhärte, Spitzendurchfluss, Leitungsdimension, Druck, Platz und bestehende Komponenten
Fachgerecht montierenFließrichtung, Feinfilter, Rückflussverhinderung und flexible Anschlussart beachten
Nachher beobachtenPerlatoren, Warmwassergeräte und sichtbare Oberflächen über einen realistischen Zeitraum beurteilen
Kurz und klar beantwortet

Was Interessenten vor der Entscheidung wissen möchten.

Ist ein Kalkwandler ein Wasserfilter?

Nein. Ein klassischer Filter hält Partikel oder bestimmte Stoffe zurück. Der maitron® Kalkwandler soll über Impfkristallbildung das Ausfällungs- und Haftverhalten der Härtebildner beeinflussen. Calcium, Magnesium und die messbare Wasserhärte bleiben erhalten.

Wird hartes Wasser dadurch weich?

Nein. Kalkschutz durch Impfkristallbildung ist keine Enthärtung. Wer ausdrücklich eine niedrigere Wasserhärte benötigt, braucht ein dafür vorgesehenes Enthärtungsverfahren.

Warum entsteht Kalk besonders bei warmem Wasser?

Ein Teil der Wasserhärte wird als Carbonathärte bezeichnet. Beim Erwärmen kann Calciumcarbonat ausfallen und sich als Wasserstein an Heizflächen und Oberflächen ablagern.

Braucht maitron® Salz oder Strom?

Nach den Produktunterlagen arbeitet der Kalkwandler ohne Regeneriersalz und ohne elektrischen Anschluss. Für die Installation werden jedoch geeignete Armaturen, ein Feinfilter und eine Rückflussverhinderung benötigt.

Verschwinden bestehende Kalkablagerungen sofort?

Nein. Die bestehende maitron® Website beschreibt einen schrittweisen Abtrag in Installationen. Geschwindigkeit und Ergebnis hängen von Wasserbeschaffenheit, Rohrmaterial, Temperatur, Nutzung und Ausgangszustand ab.

Wie wird die richtige Gerätegröße bestimmt?

Entscheidend sind nicht nur Personen oder Wohneinheiten, sondern vor allem Spitzendurchfluss, Leitungsdimension, Druck, Einbausituation und Nutzung. Deshalb gehört die Auslegung in fachkundige Hände.

Quellen und Einordnung

Transparente Informationen statt überzogener Versprechen.

maitron®-spezifische Wirkungs-, Garantie- und Standzeitaussagen sind Herstellerangaben und vor Veröffentlichung mit aktuellen Unterlagen abzugleichen. Ergebnisse können je nach Wasserbeschaffenheit, Installation und Nutzung variieren.

Persönliche Beratung

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